Einen zufriedenstellenden Auftakt erspielten sich die VfL-Basketballer in Gießen. Mit 78:93 fiel die Niederlage bei den Pointers etwas zu hoch aus. Die Bensheimer schnupperten zwar nie konkret an einem Erfolg in Mittelhessen, blieben aber bis auf eine Schwächephase zu Beginn der zweiten Halbzeit stets in Schlagdistanz.

Am Spieltag meldete sich Center Tobias Faller krank, was kein gutes Vorzeichen für die bevorstehende Aufgabe war. Der „Big Man“ war von Coach Christian Roth für die Verteidigung gegen Kai Müsse vorgesehen. Der 2,05m Center der Gastgeber war in den letzten Partien der Gießener immer dominanter geworden und stellte auch gleich zu Beginn der Begegnung die Bensheimer Defense vor teilweise unlösbare Aufgaben. Beim Stand von 8:18 für die Hausherren hatte Müsse bereits die Hälfte der Punkte erzielt und etliche Rebounds geholt. Nach einigen Spielerwechseln erholte sich das Roth-Team und ließ bis zum Ende des ersten Abschnitts keine Punkte mehr zu. Mit 13:18 ging es in die Viertelpause.

Erfreulich in dieser Phase auf Bensheimer Seite: Routinier Tilman Isensee konnte nach langer Verletzungspause wieder für einige Minuten das Spielfeld betreten und für Entlastung unter dem Korb sorgen. Auch er konnte den Zwischenspurt der Gießener nicht verhindern (15:28). Doch der VfL blieb dran. Drei schön herausgespielte Dreier von Kraus und Liyanage sorgten Sekunden vor der Halbzeit für das 34:40, ehe ein Hoffnungswurf von Eren Yildiz mit der Sirene für den Neun-Punkte-Abstand zur Pause sorgte (34:43).

Nach dem Seitenwechsel lief es zunächst weder im Angriff noch in der Verteidigung rund für die Gäste. Lediglich zwei Dreipunktewürfe von Marc Liyanage sorgten für etwas Entlastung. Dennoch bedeutet das zwischenzeitliche 40:60 bereits die Vorentscheidung. Roth reagierte mit etlichen Spielerwechseln und taktischen Umstellungen, was offensiv wirkte. Der an diesem Tag beste Bensheimer Scorer Felix Becker setzte sich nun mehr in Szene. Dennoch blieb der Abstand zu Beginn des letzten Abschnitts beträchtlich (56:74).

Jetzt hatten die Bensheimer nichts mehr zu verlieren und schafften es, gegen Ende des Spiels noch einmal für Nervosität bei den Gastgebern zu sorgen. Eric Curth und Felix Becker sorgten für das 69:80, was für die verbleibenden fünf Spielminuten noch einmal Anlass zur Hoffnung gab. Die Pointers machten dann aber ihrem Teamnamen alle Ehre und schafften es, sich gegen kräftemäßig nachlassende Bensheimer wieder öfter zum Korb durchzuziehen und für die endgültige Entscheidung zu sorgen.

Kapitän Marc Liyanage zeigte sich mit der Leistung seines Teams auch nur teilweise zufrieden. „Wir haben heute in der Offensive einige Dinge trotz fehlender Trainingsmöglichkeit in den letzten beiden Wochen recht gut umgesetzt. Dennoch müssen wir auch ohne Training in der Lage sein, dem Gegner 15 Punkte weniger zu erlauben. Nur dann haben wir eine echte Siegchance“, gab sich der an diesem Tag beste Bensheimer am Ende selbstkritisch.

Es spielten: Justus Arndt, Johann Roth (9 Punkte), Marc Liyanage (15 Punkte / 4 Dreier), Ben Keßler (3), Julius Kraus (6 / 2), Jonas Gieseck (11), Felix Becker (18 / 2), Tilman Isensee (7), Russel Drach, Jeroen Haaf (2), Eric Curth (7 / 1).