Der VfL will Revanche
Am Samstag steht um 18 Uhr das Heimspiel der Regionalliga-Herren des VfL Bensheim an. Gegner ist das Team Ehingen/Urspringschule, die derzeit aussichtsreich im Rennen um die Play-Off-Plätze liegen. Die Bensheimer haben mit den Schwaben noch eine Rechnung offen. In der Hinrunde ging der VfL unter und musste mit 61:110 eine bittere Packung mit nach Hause nehmen.
Zwar spielten im Oktober Personalprobleme eine große Rolle, unter anderem fehlten Johann Roth und Marc Liyanage. Doch auch am Samstag wird das Bensheimer Team nicht vollständig antreten können. Bei Marc Liyanage, Tobias Faller und Jonas Gieseck stehen Fragezeichen hinter den Einsatzmöglichkeiten fast aller „Big Men“. Niko Anders wird in jedem Fall fehlen. Dennoch möchten die Jungs von Coach Christian Roth endlich wieder zeigen, was sie können.
„Wir müssen uns auf ein Team einstellen, dass extremen Tempobasketball spielt“, warnt Roth vor dem überfallartigen Umschalten der Ulmer Vorstädter. „In der Urspringer Talentschmiede wird sehr viel Wert auf Attacke gelegt, da gibt es keine Verschnaufpausen, wir werden uns taktisch etwas einfallen lassen müssen“, gibt sich der Coach nachdenklich. Allerdings hatte Ehingen am vergangenen Dienstag in einer Nachholpartie Mühe, den MTV Stuttgart zu bezwingen. Diese schafften es, das Spiel des jungen Teams so zu verschleppen, dass ihnen fast eine Überraschung gelungen wäre. Dieser Auftritt könnte eine Blaupause für das Bensheimer Spiel sein.
Mut macht der teilweise couragierte Auftritt in Gießen. Ohne die Schwächephase zu Beginn der zweiten Halbzeit wäre für den VfL bei den ambitionierten Mittelhessen mehr drin gewesen. Zuversicht braucht es auch angesichts der Tabellenlage. Inzwischen hat sich eine Zwei-Klassen-Gesellschaft gebildet, in der der VfL im unteren Teil lange von seinen Siegen im Oktober gelebt hat. Der Vorsprung vor den Konkurrenten um den Klassenerhalt ist aufgebraucht, jetzt müssen wieder Siege her, um sich nicht am Ende der Tabelle wiederzufinden. Dabei setzt das Team auch auf die Unterstützung der Fans, die hoffentlich am Samstag um 18 Uhr wieder aus den Skigebieten zurückgekehrt sind.