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Der VfL Bensheim trifft binnen einer Woche in der 1. Basketball-Regionalliga erneut auf eine Mannschaft aus Ulm. Nach dem jüngsten 97:85 Heimsieg gegen die Mannschaft vom Team Ehingen aus der Ulmer Vorstadt müssen die Schützlinge von Christian Roth heute in die Stadt an der Donau ran und treten bei der BBU 01 Ulm an. Tip-Off im Ulmer Main Court ist um 17 Uhr und die Bensheimer haben sich für ihre Fahrt in Schwabenland einiges vorgenommen.

„Wir wollen das Spiel in Ulm gewinnen“, bringt es Roth ohne Umschweife auf den Punkt und baut dabei auch auf das Selbstvertrauen, dass seine Korbjäger aus dem Sieg gegen Ehingen gezogen haben. Der Bensheimer Trainer vergleicht den heutigen Gegner mit dem Gegner der Vorwoche, schätzt die BBU 01 aber als unberechenbarer ein. „Beide Mannschaft sind Talentschmieden, die BBU hat aber viel mehr Möglichkeiten und kann immer wieder auch auf Spieler der 2. Liga genauso zurückgreifen wie aus der spielstarken A-Jugend. Das ist immer so eine kleine Wundertüte, wer am Ende auf dem Feld steht. Da wir in Ulm antreten ist in jedem Fall mit einer stark besetzten Mannschaft zu rechnen, zumal unser Gegner um den Ligaverbleib kämpft und gerade zu Hause in Sachen Personal doch gute Möglichkeiten besitzt“, rechnet Roth mit einem Duell auf Augenhöhe.

Dass seine Mannschaft gegen personell stark besetzte Gegner erfolgreich sein kann, hat der VfL im Hinspiel unter Beweis gestellt. Da sind die Ulmer mit vielen Spielern aus der 2. Liga an die Bergstraße gereist, die Punkte blieben letztlich aber in Bensheim. „Nico Anders hat uns da mit einem Buzzer-Beater in letzter Sekunde den 86:83 Sieg gesichert. Wir wissen also, dass wir gegen diesen Gegner gewinnen können, sind uns aber auch gleichzeitig über die Tatsache bewusst, dass die Gastgeber über einen echten Heimvorteil verfügen“, sieht der Bensheimer Coach sein Team vor einer schweren, aber dennoch machbaren Aufgabe stehen.

Der Schlüssel zum anvisierten Auswärtserfolg liegt für Roth in der Defensive. Da will er dem Gegner den Zahn ziehen, keinen Spielfluss aufkommen und die Ulmer auch nicht zum Korb ziehen lassen. Zudem sollen Distanzschüsse früh gestört werden. „Wir müssen ähnlich wie in der Vorwoche gerade in der Defense ein unangenehmer Gegner sein und die Ulmer da stressen. Gelingt uns das, dann ist das die halbe Miete, denn in der Offensive fällt uns immer etwas ein“, gewährt der VfL-Trainer einen Einblick in seine grundsätzlichen Überlegungen.

In Sachen Personal können die Bensheimer mit einem starken Kader an die Donau reisen. Mit Jonas Gieseck fällt zwar der größte Spieler des VfL aus, mit Tilmann Isensee und Tobias Faller stehen aber wieder zwei „Big Men“ zur Verfügung und werden unter den Körben für Präsenz sorgen. Auch ansonsten kann Christian Roth auf seine Leistungsträger zurückgreifen. „Wir können fast in Bestbesetzung in Ulm antreten, das gilt es gegen einen spielstarken Gegner, der deutlich stärker, als der aktuelle vorletzte Tabellenplatz einzuschätzen ist, dann auch auszunutzen“, möchte Christian Roth unbedingt den zweiten Sieg im neuen Kalenderjahr erreichen und sich mit diesem weiter vom unteren Tabellendrittel absetzen.